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Von mutigen Mädchen, Gummibärli und einem unfreiwilligen Tapetenwechsel

21. Okt.
4 Min. Lesezeit

Manchmal läuft alles nach Plan. Und manchmal hat das Leben andere Ideen. Bei Balsamea ist gerade beides der Fall. Während ich auf eine gelungene Premiere beim Ferienpass Nottwil zurückblicke, steht bereits das nächste Abenteuer vor der Tür. Eines, für das ich mich allerdings nicht freiwillig angemeldet habe.


Vier Mädchen und eine Premiere

Vier Mädchen standen am 7. Oktober pünktlich vor meiner Praxistür. Zwischen 11 und 13 Jahre alt, etwas schüchtern und vermutlich genauso gespannt wie ich. Schliesslich war es auch für mich eine Premiere: Mein erster Workshop beim Ferienpass Nottwil.

Nach einer kleinen Praxisführung, einer Einführung in unsere Arbeitsmittel und ein paar gemeinsam besprochenen Regeln ging es los. Zweierteams waren schnell gebildet. Nur auf meine Frage nach ihren Erwartungen bekam ich keine besonders ausführlichen Antworten. Sie wollten einfach mal etwas Neues ausprobieren.

Na gut, das war ja schon mal eine gute Voraussetzung!

Im Laufe der zwei Stunden wurde die Stimmung lockerer. Plötzlich gab es doch einiges zu erzählen: Eine der Teilnehmerinnen massiert ihrer Mutter jeden Abend die Hände, eine andere berichtete von ihrer Narbenpflege, und auch Sportmassagen beim Fussballtraining waren ein Thema.

Es war schön zu beobachten, wie die anfängliche Zurückhaltung langsam verschwand und die Mädchen immer selbstverständlicher miteinander umgingen.

Wir probierten eine Rücken- und eine Handmassage aus. Jedes Mädchen durfte sich auf Wunsch auch einen Duft aus einer kleinen, sorgfältig ausgewählten Auswahl aussuchen. Besonders spannend war für mich, ihnen beim gegenseitigen Massieren zuzusehen. Da wurde konzentriert gearbeitet, ausprobiert und nachgefragt.

Natürlich durfte auch eine Pause nicht fehlen. Bei Früchten, Getränken und Gummibärli wurde über die anderen Ferienpass-Angebote geplaudert. Schliesslich war mein Workshop nur eines von vielen kleinen Herbstferien-Abenteuern.

Zum Abschluss gab es noch eine kurze Entspannungsübung und anschliessend etwas zum Wieder-Wachwerden. Mit auf den Heimweg bekamen die Mädchen einen hübschen Glasstein und meine Visitenkarte. Ein bisschen Werbung muss schliesslich auch sein. ;-)

Mein Fazit? Die Premiere ist geglückt! Ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin? Gut möglich. Die anfängliche Nervosität hat sich jedenfalls gelohnt.


Und schon steht das nächste Abenteuer an …

Kaum ist der Ferienpass Geschichte, kündigt sich bei Balsamea bereits die nächste Veränderung an.

Diesmal geht es allerdings nicht um neugierige Mädchen, sondern um Wasserleitungen, Handwerker und einen unfreiwilligen Umzug.

Der Eigentümer der Liegenschaft lässt die Wasserleitungen im gesamten Haus sanieren. Gleichzeitig werden in einigen Wohnungen die Badezimmer erneuert. Und da sich meine Praxis in einer dieser Wohnungen befindet, bin ich gleich als Erste an der Reihe.

Der Vorteil: Ich bekomme ein neues Badezimmer!

Der Nachteil: Ich muss für zwei Monate aus meiner Praxis ausziehen.

Nicht unbedingt das, was ich mir für den Jahreswechsel vorgestellt hatte.

Immerhin konnte ich mit der Liegenschaftsverwaltung vereinbaren, dass ich während dieser Zeit keine Miete bezahlen muss. Das ist schon mal erfreulich. Bleibt nur die kleine Frage: Wohin mit Balsamea?


Manchmal passt einfach alles zusammen

Und hier kommt der Zufall ins Spiel. Oder das Glück. Oder vielleicht beides.

Meine Freundin und Massagekollegin Andrea Zemp eröffnet am 1. Januar 2027 ihre Praxis in neuen Räumlichkeiten in Rain. Und wie es der Zufall will, hat sie dort ein zweites Zimmer, das sie mir für die beiden Monate zur Verfügung stellen kann.

Problem gelöst!

Na ja, fast. Denn natürlich werde ich nicht meine ganze Praxis für acht Wochen einpacken, transportieren und anschliessend wieder zurückzügeln.

Meine elektrisch verstellbare Massageliege bleibt in Sempach. Mein Pult ebenfalls. Stattdessen nehme ich meine transportierbare Liege mit, stelle zwei Stühle in den Raum und beschränke mich auf das Nötigste.

Balsamea in der Minimalversion sozusagen.

Kein aufwendiger Umzug, keine grosse Einrichtung, kein unnötiger Schnickschnack.

Vielleicht wird es ein bisschen karg aussehen. Vielleicht werde ich zwischendurch etwas vermissen, das selbstverständlich noch in Sempach steht. Und vielleicht stelle ich fest, dass ich viel weniger brauche, als ich bisher dachte.

Wir werden sehen.


Gleiche Hände, andere vier Wände

Im Januar und Februar 2027 werde ich also vorübergehend in Rain arbeiten, in den Räumlichkeiten der Medizinischen Massagepraxis Andrea Zemp.

Ich freue mich sehr, dass ich dank Andrea meine Arbeit während der Sanierung weiterführen kann. Und wer weiss, vielleicht bringt der vorübergehende Tapetenwechsel ja auch die eine oder andere neue Erkenntnis mit sich.

Ab März geht es dann – sofern die Bauarbeiten nach Plan verlaufen – zurück nach Sempach. Mit frisch sanierten Wasserleitungen, einem neuen Badezimmer und hoffentlich ohne grössere Überraschungen.

Bis dahin heisst es: flexibel bleiben, ein bisschen improvisieren und das Beste daraus machen.

Denn wenn mich der Ferienpass etwas gelehrt hat, dann vielleicht dies: Man muss nicht immer genau wissen, was einen erwartet. Manchmal reicht es, offen zu sein und sich auf etwas Neues einzulassen.

Auch wenn man sich dieses Neue nicht unbedingt selbst ausgesucht hat. ;-)


Balsamea macht einen kleinen Abstecher nach Rain

Januar und Februar 2027

Du findest mich vorübergehend hier:

Medizinische Massagepraxis Andrea Zemp, Dubenmoos 4, 6026 Rain

Meine Praxis in Sempach bleibt während dieser Zeit wegen der Sanierungsarbeiten geschlossen.

Ab März 2027 bin ich voraussichtlich wieder am gewohnten Standort in Sempach für dich da.

Ich freue mich, wenn du mich auch während meines kleinen Ausflugs nach Rain besuchst!

Herzlich

Nicole von Balsamea

 
 
 

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